Nürnberg

Final Check offen

Nürnberg ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Mittelfranken und mit etwa einer halben Million Einwohner die zweitgrößte Stadt Bayerns. Die Region Mittelfranken gehört zu den trockensten Regionen Bayerns. Der Ballungsraum Nürnberg kann regional seinen Trinkwasserbedarf nicht decken und muss auf die Fernwasserversorgung zurückgreifen. Der folgende Artikel erläutert Ihnen, wer das Trinkwasser in Nürnberg bereitstellt, aus welchen Quellen es kommt, welche Qualität es besitzt und welche Schadstoffe ins Wasser gelangen können [1].

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Wer versorgt Nürnberg mit Trinkwasser?

Die Wasserwerke der Stadt Nürnberg werden von N-ERGIE betrieben, einem regionalen Energiedienstleister, der neben Wasser auch Strom, Wärme und Erdgas anbietet. In Nürnberg wird das Wasser über ein Netz von 1.400 Kilometer Länge an über 65.000 Trinkwasseranschlüssen verteilt.  70 % des Gesamtbedarfs können mit den eigenen Wasserwerken gedeckt werden, die restliche Menge wird über den Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum, WFW, mit einer Fernleitung aus dem Grundwasservorkommen im Donau-Lech-Dreieck bezogen. Ein Liter Leitungswasser kostet in Nürnberg 0,20 Cent [2].

Welche Qualität hat das Wasser aus der Leitung?

Das Nürnberger Leitungswasser wird jährlich mehr als 30.000 Mal im Jahr mikrobiologisch und chemisch von den Wasserbetrieben untersucht. Sechs Hochbehälter speisen das Wasser in das Stadtgebiet Nürnberg ein. Bei den Analysen unterteilt N-ERGIE das Netzgebiet in Nord, Süd, Ost und West auf. Alle Trinkwasserwerte halten die gesetzlichen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, das Wasser ist dementsprechend trinkbar. Der Härtegrad des Wassers liegt im mittleren Bereich. Dies bedeutet, dass im Wasser pro Liter 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat enthalten sind. Für Ihre Gesundheit spielt die Wasserhärte keine Rolle, härteres Wasser führt Ihnen sogar in geringer Menge Nährstoffe zu [2] [4]. Weitere Informationen, in welchem Gebiet Sie als Bürger wohnen und genauere Analyseergebnisse Ihres Stadtgebietes können Sie online bei dem zuständigen Betreiber einsehen.

Wodurch wird die Wasserqualität beeinträchtigt werden?

Im Gegensatz zu Grenzwerten für Schadstoffe, fehlen solche für Rückstände von Medikamenten vollständig, weshalb das Wasser hierauf nicht geprüft wird. Das bedeutet, dass trotz bestehender Richtwerte für Schadstoffe, das Trinkwasser bei Entnahme aus dem Hahn unter Umständen nicht optimal sein kann. Hinzu kann eine Belastung mit Pflanzenschutzmitteln kommen, die über das Grundwasser eingespeist werden können.

Darüber hinaus können Legionellen im Trinkwasser sich bei einem Temperaturniveau von 30 bis 45 °C in der Hausleitung optimal vermehren. Die Keime stellen vor allem für immunschwache Menschen eine gesundheitliche Gefahr dar. Deswegen sind regelmäßige Überprüfungen des Legionellengrenzwertes in den Leitungen durch den Hausbesitzer gesetzlich vorgeschrieben [5]. Auf dem Weg zum Verbraucher kann das Wasser auch mit Schadstoffen durch veraltete Rohre belastet werden. Aus diesen Gründen ist der Einsatz von Wasserfiltern vor Verzehr sinnvoll.

Trinkwasser schützen

Fazit

Die Stadt Nürnberg wird mit Trinkwasser durch den lokalen Betreiber der Wasserwerke, N-ERGIE, versorgt. Die permanenten Überprüfungen stellen sicher, dass das Leitungswasser die gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfüllt. Trotzdem können schädliche Stoffe unterhalb der Grenzwerte oder viele andere Verunreinigungen wie z.B. Arzneimittelrückstände im Wasser vorkommen.

  1. Regierung von Mittelfranken (2016): „Wasserversorgung“. URL: http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt5/abt5203.htm (22.10.2016)
  2. N-ERGIE (2016): „Unser wichtigstes Lebensmittel kommt aus der Leitung“. URL: https://www.n-ergie.de/privatkunden/produkte/wasser.html (22.10.2016)
  3. Stadt Nürnberg (2016): „Die Untersuchung von Trinkwasser“. URL: https://www.nuernberg.de/imperia/md/sun/dokumente/umweltanalytik/umweltanalytik_trinkwasser.pdf (22.10.2016)
  4. WDR (2014): „Ist gutes Wasser weich?“. URL: http://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/trinkwasser/trinkwasser-haertebereich100.html (22.10.2016)
  5. Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (2016): „Legionellen – die am häufigsten gestellten Fragen“. URL: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasser/legionellen.htm#pflichten (22.10.2016)

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

Wir von Wasserhelden.Net sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.


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