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Hamburg

Final Check offen

In diesem Artikel finden Sie unter anderem Informationen zur Herkunft und zur Qualität des Hamburger Trinkwassers. Außerdem soll darüber aufgeklärt werden, welchen Weg das Trinkwasser vom Grundwasser bis zum Haushalt zurücklegt.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Für eine Millionenstadt wie Hamburg stellt es eine große Herausforderung dar, alle Einwohner mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können. Da das Trinkwasser vor allem aus den unter Hamburg liegenden Grundwasserreservoirs gewonnen wird, werden zahlreiche Brunnen zur Förderung benötigt. Allein in Hamburg wird Grundwasser über 450 Brunnen an die Erdoberfläche gefördert, wo es zu Leitungswasser aufbereitet werden kann [8].

Herkunft des Hamburger Trinkwassers

Der Ursprung des Trinkwassers hängt von Ihrer Wohnlage ab. In Hamburg sind 16 Wasserwerke damit beschäftigt, Grundwasser an die Oberfläche zu fördern und dort in trinkbares Leitungswasser umzuwandeln. Das Grundwasserwerk Bostelbek ist der älteste Wasserbetrieb Hamburgs (Gründung 1892) und fördert Wasser mit einem weichen Härtegrad aus einer Tiefe von bis zu 300 Metern. Pro Tag werden dort bis zu 12.500 Kubikmeter Wasser in das Hamburger Wassernetz gepumpt [1].

Die Innenstadt wird dagegen über das Hauptpumpwerk Rothenburgsort mit Trinkwasser versorgt. Hier wird die erheblich größere Menge von bis zu 60.000 Kubikmeter pro Tag mit einer idealen Wasserhärte ins Netz eingeschleust [2].

Sicherung höchster Qualitätsstandards

Die Sicherung der Trinkwasserqualität bedarf zweierlei:

  1. Schutz des Grundwassers vor Verschmutzung.
  2. Gewährleistung der Leitungswasserqualität.

Eine ideale Voraussetzung für die Sicherung beider Punkte ist das Vorkommen von qualitativ hochwertigem Rohwasser. Um dieses in Hamburg großflächig vorkommende Rohwasser vor fremden Einflüssen zu schützen, wurden einerseits Wasserschutzgebiete eingerichtet und andererseits Absprachen mit der Landwirtschaft getroffen, um das Wasser nicht etwa durch Düngemittel zu belasten [3]. Das nach dem Durchdringen verschiedenster Bodenschichten bereits schadstofffreie Rohwasser wird anschließend mit Sauerstoff angereichert, wodurch unter anderem Schwefelwasserstoff entweicht. Durch diesen „Belüftungsvorgang“ in Kombination mit einer Sandfilterung können außerdem unerwünschte Eisen- und Manganverbindungen herausgefiltert werden. Bei der Aufbereitung wird darauf geachtet, dass das Wasser permanent in Bewegung ist, um Bakterienbildung vorzubeugen [5].

Die Folge dieser sorgfältigen Aufbereitung ist Leitungswasser, dass ohne Einschränkung zum Verzehr geeignet ist, auch für Babys und Kleinkinder [6]. Das vom Hauptpumpwerk Rothenburgsort eingespeiste Wasser weist für das Jahr 2015 beispielsweise Mittelwerte für Magnesium in Höhe von 7mg/l, für Calcium in Höhe von 72mg/l und für Natrium 20mg/l auf, was sehr gute Werte sind [7].

Permanente Qualitätskontrolle ausreichend?

Die deutsche Trinkwasserverordnung gibt exakt vor, welche Substanzen in welcher Höhe im Wasser aus der Leitung vorhanden sein dürfen und welche nicht. Zum Zweck der permanenten Qualitätskontrolle der 5.300 Kilometer Rohrnetz unter Hamburg existieren 200 Messstellen, welche permanent Kontrollen vornehmen. Außerdem besitzt Hamburg ein hochmodernes Wasserlabor, wo sich qualifizierte Mitarbeiter täglich der Aufgabe stellen, die Trinkwasserwerte des Leitungswassers weiter und weiter zu verbessern und Schwachstellen auszumerzen [4]. Auf diese Weise können die Werte auffälliger Stoffe, wie zum Beispiel Eisen, Mangan, Kohlensäure oder Schwefelwasserstoff exakt gemessen werden.

Zweifel an der Qualität: Stiftung Warentest konnte 2016 in einem groß angelegten Trinkwasser-Test im Hamburger Wasser Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Süßstoffen und Trihalogenmethanen finden [9].

Fazit

Für zahlreiche Verunreinigungen insbesondere diverse Chemikalien gibt es gar keine Grenzwerte und Kontrollen. Dies konnte Stiftung Warentest erst kürzlich wieder eindrucksvoll nachweisen. Wer möchte schon gerne hochgiftige Pflanzenschutzmittel konsumieren, auch wenn es nur in geringen Mengen gefunden werden konnte?

Daher empfiehlt es sich, zu Hause selbst noch einmal individuell für die vollständige Sauberkeit des Trinkwassers zu sorgen. Hierzu eignen sich leistungsstarke und komfortable Wasserfiltersysteme, die direkt am Entnahmepunkt (z.B. ihrer Küche) eingesetzt werden. Somit haben sie tatsächlich besonders reines und frisch schmeckendes Trinkwasser direkt in ihrem zu Hause. Ohnehin ist vor allem der deutlich niedrigere Trinkwasserpreis ist im Vergleich zu abgefülltem Flaschenwasser ein schlagendes Argument.

  1. Hamburg Wasser: „Wasserwerk Bostelbek.“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/service/mein-wasserwerke/wasserwerk/wasserwerk/wasserwerk-bostelbek-1/ [06.01.2017].
  2. Hamburg Wasser: „Wasserwerk Rothenburgsort.“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/service/mein-wasserwerke/wasserwerk/wasserwerk/hauptpumpwerk-rothenburgsort/ [06.01.2017].
  3. Hamburg Wasser: „Unser Wasser: Ein Naturprodukt aus guten Gründen.“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unser-wasser/umweltschutz/grundwasserschutz/ [06.01.2017].
  4. Hamburg Wasser: „Qualitätskontrolle vom Brunnen bis zum Verbraucher.“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unser-wasser/umweltschutz/trinkwasserkontrolle/ [06.01.2017].
  5. Hamburg Wasser: „Trinkwasseraufbereitung.“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unser-wasser/der-weg-des-wassers/ [06.01.2017].
  6. Hamburg Wasser: „Trinkwasserqualität“. URL: https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/service/wasserqualitaet/ [06.01.2017].
  7. Hamburg Wasser: „Trinkwasseranalyse Hauptpumpwerk Rothenburgsort“. URL: https://www.hamburgwasser.de/fileadmin/hhw-privatkunden/downloads/wasseranalysen/hamburgwasser-unser-wasser-wasseranalyse-rothenburgsort.pdf [06.01.2017].
  8. Autor unbekannt: „Das Hamburger Trinkwasser.“. URL: http://www.hamburg.de/trinkwasser/3388052/hamburger-wasser/ [06.01.2017].
  9. Stiftung Warentest (2016): “Der große Wassercheck”. URL: https://www.test.de/Leitungswasser-und-Mineralwasser-Der-grosse-Wassercheck-5049737-0/ (02.02.2017)

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

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