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Frankfurt

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Frankfurt ist mit seinen mehr als 650.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes Hessen und die fünftgrößte Stadt in Deutschland [2]. Das Trinkwasser in Frankfurt wird sowohl im Stadtgebiet als auch in größeren hessischen Trinkwasserreservoirs gewonnen. In einem dieser Gebiete ist das Grundwasser mit Chemikalien in einem besorgniserregenden Umfang belastet [4]. Im Folgenden wird Ihnen genauer erklärt, welche Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen können, woher das Frankfurter Wasser kommt und welche Qualität es besitzt.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Wer versorgt Frankfurt mit Trinkwasser?

Die Versorgung in Frankfurt ist zweigeteilt Die Mainova AG ist für die Verteilung des Trinkwassers im 2000 km langen Leitungsnetzes des Stadtgebiets Frankfurt verantwortlich. Die Hessenwasser GmbH & Co. KG ist für die Wassergewinnung, die Qualitätskontrolle und den Transport zuständig [3]. Derzeit werden 30 Wasserwerke und über 250 Brunnen in der ganzen Rhein-Main Region betrieben [8]. Ein Liter Leitungswasser kostet im Moment in Frankfurt 0,175 Cent brutto [6].

Welche Qualität hat das Leitungswasser?

Die Hessenwasser GmbH führt die qualitative Überprüfung des Frankfurter Leitungswassers durch. Die Messwerte belegen, dass das Wasser prinzipiell den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Dennoch gibt es Grundwasser im hessischen Ried, das zur Wassergewinnung für den Frankfurter Raum verwendet wird und bedeutend mit chemischen Abfallprodukten belastet ist. Besonders Chemikalien aus der Industrie und Arzneimittelrückstände sind nachweisbar [4]. Die Wasserhärte in Frankfurt entspricht dem mittleren bis harten Bereich. Für Ihre Gesundheit ist dieser Wert unbedeutend [1]. Als Privatverbraucher können Sie genaue Informationen zur Wasserhärte und Wasserqualität im Stadtgebiet Frankfurt online auf der Versorger-Homepage abrufen. Sie müssen nur Ihre Straße angeben [5]. Link: https://www.mainova.de/privatkunden/kundenservice/wasserqualitaet.html

Welche Schadstoffe können die Wasserqualität dennoch beeinträchtigen?

Obwohl das Trinkwasser in Deutschland strengen Kontrollen unterliegt, können bestimmte Schadstoffe im Wasser nicht ausgeschlossen werden [7]. Medikamentenreste, zahlreiche Chemikalien und Hormone werden bei einer normalen Überprüfung nach der Trinkwasserverordnung nicht getestet. Vor allem die im Wasserfördergebiet Ried festgestellten Belastungen mit Chemikalien und Arzneimitteln stellen ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar, besonders Babys und alte Menschen sind betroffen [4].

Auch Stiftung Warentest konnte im einem großen Trinkwasser-Test 2016 im Frankfurter Wasser diverse Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Röntgenkontrastmitteln, Süßstoffen und Trihalogenmethanen nachweisen. Dies spricht alles andere als für eine gute Trinkwasserqualität [9].

Konsequenz

Daher stellt sich die Frage, wie gut das Leitungswasser wirklich ist, wenn man die vorgestellten Problematiken bedenkt. Außerdem sind die Wasserwerke nur für die Wasserqualität bis zu Ihrem Hausanschluss verantwortlich. Jedwede Verunreinigungen des Wassers, die in Ihrem Rohrsystem passieren, liegen in Ihrer Verantwortung oder der des Vermieters. Jedoch können Sie für den Hausgebrauch auch Filtersysteme einsetzen, um chemische Rückstände oder Keime aus dem Trinkwasser zu entfernen. Folglich kann es für Sie als Privatkonsument sinnvoll sein, das Leitungswasser mit technischen Verfahren zu reinigen, um einen qualitativ hochwertigen Wasserkonsum sicherstellen zu können.

  1. WDR (2014): „Ist gutes Wasser weich?“. URL: http://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/trinkwasser/trinkwasser-haertebereich100.html [21.11.2016].
  2. Wissen.de (2016): „Frankfurt“. URL: http://www.wissen.de/lexikon/frankfurt-stadthessen [21.11.2016].
  3. Frankfurt Green City (2016): „Wassergewinnung“. URL: https://frankfurt-greencity.de/umwelt-frankfurt/frankfurts-trinkwasser/wassergewinnung/ [21.11.2016].
  4. Hessenschau.de (2016): „Grundwasser im Hessischen Ried stark mit Chemikalien belastet“. URL: http://hessenschau.de/panorama/grundwasser-im-hessischen-ried-stark-mit-chemikalien-belastet,wasser-ried-100.html [21.11.2016].
  5. Mainova (2016): „Strenge Kontrollen für das Trinkwasser in Frankfurt“. URL: https://www.mainova.de/privatkunden/kundenservice/wasserqualitaet.html [21.11.2016].
  6. Mainova (2016): „Trinkwasserversorgung für Frankfurt Rhein-Main“. URL: https://www.mainova.de/privatkunden/produkte/wasser.html [21.11.2016].
  7. Bundesbehörden (2016): „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001)“. URL: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html [21.11.2016].
  8. Hessenwasser: „10 Jahre Hessenwasser“. In: 2/2011, S.2-21.
  9. Stiftung Warentest (2016): “Der große Wassercheck”. URL: https://www.test.de/Leitungswasser-und-Mineralwasser-Der-grosse-Wassercheck-5049737-0/ (02.02.2017)

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

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