Essen

Final Check offen

Essener Trinkwasser: aus der Ruhr in die Wohnung. Wie das Wasser in Essen aufbereitet wird, woher es stammt und welchen Weg es zurücklegt, klärt der folgende Artikel. Außerdem wird beleuchtet, wie ein welche Rückstände sich trotzdem im Trinkwasser vorkommen können und wie man diese entfernen kann.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Ursprung des Essener Trinkwassers

Das Trinkwasser in Essen kommt aus einem etwa 204 Hektar großem Trinkwasserschutzgebiet, gelegen im südöstlichen Stadtteil Essen-Überruhr. Das Wasser wird über Uferfiltratgewinnung aus einem der saubersten Flüsse Europas, der Ruhr, gepumpt. Die Gewinnung und Aufbereitung des Trinkwassers übernimmt die Wassergewinnung Essen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Essen und der Gelsenwasser AG. Die Aufbereitung für den Essener Bürger findet in einer der modernsten Aufbereitungsanlagen Europas, dem Verbundwasserwerk Essen, statt [2].

Qualität des Essener Leitungswassers

Das Leitungswasser in Essen eignet sich als Trinkwasser. Laut Stadtwerke Essen ist es sogar zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. Damit entspricht das Leitungswasser den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und ist zum Verzehr geeignet. Die vollständige Trinkwasseranalyse ist im Detail einsehbar auf der Internetpräsenz der Stadtwerke Essen. Die Einhaltung der Grenzwerte gemäß Trinkwasserverordnung bedeutet jedoch keine vollkommene Freiheit von Schadstoffen, Pestiziden oder Arzneimitteln. Letztere werden nicht erfasst und unterliegen keinen Grenzwerten. Reste von Medikamenten können beispielsweise über das Abwasser in den Wasserkreislauf gelangen.

Trotz Aufbereitung: Völlige Reinheit ist nicht garantierbar…

Trinkwasseranalyse des Essener Trinkwasser

Die Analyse für das Trinkwasser des Wasserwerks Essen aus dem Jahr 2015 weist keinerlei bedenkliche Parameter auf. Anorganische Stoffe wie Kupfer, Arsen, Blei oder Quecksilber sind in so niedrigen Mengen vorhanden, dass sie nicht nachweisbar sind. Dasselbe gilt für nahezu alle organischen Spurenstoffe wie Benzol sowie Pflanzenschutzmittel. Einzig Bor und 1,2-Dichlorethan konnten an der Nachweisgrenze im Jahresmittelwert nachgewiesen werden, jedoch liegen diese noch deutlich unter den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung. Bezüglich der mikrobiologischen Belastung konnte kein Bakterienwachstum nachgewiesen werden [1].

Wasserhärte

Waschmaschinenbesitzer und Teetrinker können aufatmen: Essener Trinkwasser befindet sich gemäß Waschmittelgesetz im Bereich „weiches Wasser“. Durch die Gesamthärte von 7,2 °dH (bezeichnet den Grad deutscher Härte) ist es vom Härtegrad her weich und somit gut für die Zubereitung von empfindlichen Teesorten wie Grünen Tee und Earl Grey geeignet.

Chordioxidgeruch im Leitungswasser

Essener Bürger nehmen, besonders im Winter, einen leichten Geruch nach Chlordioxid im Leitungswasser wahr. Chlordioxid ist ein Desinfektionsmittel, welches zur Wasseraufbereitung genutzt wird. Bei kälteren Temperaturen zehrt sich dieses nicht so schnell auf wie im Sommer. Daher kommt es zu einem leichten Geruch nach Chlordioxid. Trotzdem gilt das Wasser als bedenkenlos trinkbar, da sich streng an die durch die Trinkwasserverordnung gegebenen Mindest- und Grenzwerte gehalten wird. Zurzeit findet eine Modernisierung der Anlage statt, bei der u.a. von einer chemischen Desinfektion auf eine Desinfektion mittels UV-Bestrahlung gewechselt wird.

Problem: Um Keimbildung vorzubeugen, verwenden die Essener Stadtwerke Chlor, dieses Desinfektionsmittel riecht nicht nur unangenehm sondern ist auch umstritten. Erfahren Sie hier mehr.

Schadstoffe und Bleirohre in Essen

Auf dem Weg zum Verbraucher kann das Trinkwasser durch alte Rohre laufen, die mit Schadstoffen belastet sind, welche in das Wasser übergehen können. Zwar garantieren die Essener Stadtwerke bleifreies Wasser, dies jedoch nur bis vor die Haustür. Nach wie vor befinden sich alte Bleirohre in Essener Haushalten. Für den Austausch dieser sind jedoch nicht die Wasserwerke, sondern die Hauseigentümer verantwortlich. Leider ist dies bisher nicht überall geschehen. Die Trinkwasserwerte der Stadtwerke Essen gelten nur bei einwandfreien Rohren.

Des Weiteren sollte jedem Wassertrinker bewusst sein, dass die öffentlichen Wasserwerke nur Schadstoffe kontrollieren und dem Wasser entnehmen, die in der Trinkwasserverordnung geregelt sind. Leider gibt es regelmäßig neue Schadstoffe wie Reste von Arzneimitteln oder industriellen Chemikalien, denen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Daher ist die Nutzung von Wasserfiltern zu empfehlen, um derartige Verunreinigungen sicher zu entnehmen.

Trinkwasser schützen

Fazit

Das Trinkwasser in Essen ist von guter Qualität und nahezu bedenkenlos trinkbar. Durch die Nutzung eines professionellen Wasserfilters kann man als Essener Bürger auf Nummer sichergehen und nicht regulierte Schadstoffe wie Medikamentenrückstände oder aus den eigenen alten Leitungen gelöste Schwermetalle sicher entnehmen. Bei einem Wasserpreis von 1,82 € netto pro 1.000 Liter, was umgerechnet 0,18 Cent pro Liter bedeutet, freut sich bei zusätzlicher Filterung der Geldbeutel noch immer.

  1. Stadtwerke Essen (k. A.): URL: https://www.stadtwerke-essen.de/privatkunden/wasser/ (17.10.2015)
  2. WGE Wassergewinnung Essen GmbH (k. A.): URL: http://www.wg-essen.de/index.php?language=de&folder=Home&filename=Home (17.10.2015)

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

Wir von Wasserhelden.Net sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.


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