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Berlin

Final Check offen

Das Berliner Trinkwasser

In Großstädten wie Berlin wird häufig die Frage aufgeworfen, wie sauber das Trinkwasser wirklich ist und ob dessen Qualität gesichert ist. Daher wird im Folgenden die Wassersituation in Berlin betrachtet, wobei insbesondere auf Herkunft, Qualität und Trinkwasseranalysen eingegangen wird.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Woher kommt das Wasser und wer bereitet dieses auf?

Das städtische Wasserwerk sind die Berliner Wasserbetriebe. Diese fördern das Wasser und bereiten es auf, damit es danach zu Ihnen transportiert werden kann. Der Wasserpreis ist sehr günstig und beträgt 0,5 Cent pro Liter. Das Berliner Trinkwasser stammt komplett aus dem regionalen Grundwasservorkommen. Dafür stehen rund 650 Tiefbrunnen zur Verfügung. Das Trinkwasser muss nicht aufwendig aufbereitet werden, da das Grundwasser bereits sehr gut ist. Jedoch wird das enthaltene Eisen und Mangan reduziert. Das Besondere bei der Trinkwasseraufbereitung ist jedoch, dass keine Chemikalien eingesetzt werden [1].

Der Wasserversorger in der Hauptstadt ist stolz darauf keine Chemikalien im Aufbereitungsprozess benutzen zu müssen.

Qualität des Trinkwassers

Die Qualität des Trinkwassers in Berlin wird als sehr gut bezeichnet. Es enthält auch viele wichtige Mineralien und Spurenelemente. So ist relativ viel Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium und Chlorid enthalten. Daher ist die Wasserhärte sehr hoch, weshalb der Härtegrad 3 beträgt. Ebenfalls werden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte eingehalten und mitunter auch deutlich unterboten. So werden die Trinkwasserwerte für Radioaktivität und Uran unterschritten. Das Wasser gilt auch als geeignet für die Zubereitung von Babynahrung und auch Kleinkinder können es problemlos trinken.

 

Im Trinkwassernetz existieren keine Bleirohre mehr, denn das Schwermetall gilt als giftig für uns Menschen. Aber Achtung dies trifft nicht, auf die Leitungen in den eigentlichen Häusern zu. Hier können nach wie vor Leitungen aus giftigem Blei vorhanden sein [1].

Zweifel an der Qualität

Auch wenn die offizielle Auskunft der Berliner Wasserbetriebe ihr Produkt als sehr gut bezeichnet, konnte Stiftung Warentest hingegen im Berliner Wasser im Großen Trinkwasser-Test 2016 Rückstände von Arzneimitteln, Pflanzenschutzmitteln und Süßstoffen nachweisen. Was die Aussagen der Wasserversorger klar widerlegen [2].

Hinweis: Auf der eigenen Webseite wird z.B. zu Medikamenten Stellung bezogen und diese als nicht gesundheitsschädlich bezeichnet [3]. Diese Meinung muss man nicht teilen, vielmehr sollten Arzneimittelrückstände überhaupt nicht im Leitungswasser vorkommen, denn die langfristigen Auswirkungen sind nach wie vor unerforscht!

Regelmäßige Trinkwasseranalysen

Die Wasserqualität wird in Berlin an mehreren Stationen des Trinkwasserkreislaufes regelmäßig kontrolliert. So werden Analysen des Wassers im Boden, in den Brunnen, in den Wasserwerken, in den Transportleitungen und beim Verbraucher durchgeführt. Dafür werden bspw. die 2500 Beobachtungsrohre genutzt, um das Grundwasser ständig überprüfen zu können. In den Wasserwerken findet die Kontrolle täglich statt. Zuletzt stehen am Ende der Kontrolle 180 Verbraucher, bei denen das Leitungswasser regelmäßig kontrolliert wird [1].

Wie wird die Wasserqualität gesichert?

Damit die Qualität weiterhin hoch bleibt, sind die Gebiete im Umfeld der Brunnen zu Wasserschutzgebieten erklärt worden. Diese unterteilen sich in drei Schutzzonen. Je näher man den Gewässern kommt, desto höher sind die Nutzungsauflagen. Auch in den Wasserwerken wird die Qualität immer geprüft und das Wasser zudem von Eisen und Mangan bereinigt. Zudem ist auch sauberes Abwasser wichtig, da dieses zurück in Flüsse und Gewässer geleitet wird und so wieder in das Grundwasser gelangt. Daher wird auch das Abwasser in einem aufwendigen Verfahren gefiltert und gereinigt, damit das Grundwasser nicht verunreinigt wird [1].

Fazit & Empfehlung

Die Städtischen Wasserbetriebe sorgen zwar dafür, dass die Wasserqualität sehr hoch ist und die Grenzwerte nicht überschritten werden. Das Wasser können Sie laut offiziellen Angaben also ohne Bedenken trinken. Allerdings muss man diese Meinung nicht teilen, schließlich konnte Stiftung Warentest erst kürzlich äußerst kritische Spuren von Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln finden. Viele dieser Chemikalien besitzen keine Grenzwerte in der Trinkwasserversorgung, daher wird Ihnen keine Beachtung geschenkt. Schlimmer noch, es wird behauptet das Wasser sei von hervorragender Qualität.

Viele Bauten in Berlin stammen aus Zeiten in denen Bleirohre verbaut wurden, diese können unter Umständen immer noch ein aktuelles Risiko darstellen. Fragen Sie hierzu am besten ihren Vermieter oder Eigentümer.

Wir empfehlen das Thema Trinkwasser selbst in die Hand zu nehmen. Hochwertige Wasserfiltersysteme wie z.B. ein Aktivkohle-Blockfilter kann dem Wasser zuverlässig giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer und darüber hinaus Pestizide und Medikamentenrückstände entnehmen. Damit liegt die Kontrolle über die Qualität ihres tatsächlichen Trinkwassers wieder in Ihren Händen.

  1. Berliner Wasserbetriebe: “Rund um das Wasser”. URL: http://www.bwb.de/content/language1/html/150.php (02.02.2017)
  2. Stiftung Warentest (2016): “Der große Wassercheck”. URL: https://www.test.de/Leitungswasser-und-Mineralwasser-Der-grosse-Wassercheck-5049737-0/ (02.02.2017)
  3. Berliner Wasserbetriebe: Frage “Sind Medikamentenrückstände im Trinkwasser gefährlich?”. URL: http://www.bwb.de/content/language1/html/12333.php (02.02.2017)

Erstellt von

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

Wir bei Wasserhelden.Net sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.


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