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Bayern

Final Check offen

Die Qualität des Leitungswassers muss in Deutschland hohen Richtlinien standhalten und auch in Bayern werden verschiedene Werte und Inhaltsstoffe des Wassers regelmäßig überprüft. In diesem Text erfahren Sie, welche Qualität bayrisches Leitungswasser besitzt, woher das Leitungswasser eigentlich kommt und wie es sich zusammensetzt.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Wasser begleitet den Menschen in vielen Bereichen des Alltags: vom Trinkwasser über das Zubereiten einer Mahlzeit bis hin zum Waschen des eigenen Körpers. Ein Bayer nutzt rund 133 Liter Wasser am Tag [3]. Da es für uns eine so hohe Bedeutung hat, muss das Wasser in Deutschland gesetzlich einem sehr hohen Standard entsprechen, um Sie als Verbraucher nicht zu gefährden. In Bayern kümmern sich 2.500 Wasserbetriebe darum, eine hohe Wasserqualität sicherzustellen [2].

Der Ursprung des Trinkwassers in Bayern

Den größten Anteil der Wasserförderung in Bayern nehmen Bohrungen in das Grundwasser ein. Auf diese Weise werden 92 Prozent des Wassers gewonnen. Mittels mehrerer hundert Meter langer Rohre wird das Wasser an die Erdoberfläche gepumpt. Die restlichen acht Prozent lassen sich in zwei weitere Förderungsmethoden aufteilen: Einerseits Seen, Flüsse oder Dämme, beispielsweise die Talsperren Mauthausen und Frauenau, sowie Brunnen andererseits. Letztere befinden sich meist in Wasserschutzgebieten, um die Wasserqualität zu schützen. Insgesamt gibt es 3.500 Wasserschutzgebiete in Bayern, überwiegend handelt es sich dabei um Waldgebiete.

Bevor das natürliche Wasservorkommen in die Haushalte gelangt und direkt aus dem Wasserhahn verfügbar ist, muss es noch in den 2.500 lokalen bayerischen Wasserwerken aufbereitet werden, um den deutschen Richtlinien zu entsprechen [3].

Die Qualität des Trinkwassers

Die jeweiligen Wasserbetriebe in Bayern sind dazu verpflichtet, die Wasserrichtlinien einzuhalten und zu überprüfen. Dabei reinigen sie etwa ein Drittel des bayrischen Wassers von Schadstoffen, in erster Linie sind das Nitrat und Pflanzenschutzmittel [6]. Zusätzlich wird das Wasser von unabhängigen Parteien geprüft.

Welche Konzentration eines Stoffes für den Menschen ungefährlich ist, können Sie in der offiziellen Trinkwasserverordnung nachlesen [4].

Inhaltsstoffe und Wasserhärte in Bayern

Die Wasserhärte ist in Bayern im Durchschnitt mit dem Wert „hart“ einzustufen [2]. Vor allem die Orte Würzburg, Nürnberg und Ochsenfurt weisen hier entsprechend hohe Werte auf. Die Wasserhärte weist zwar keine Konsequenzen für die Gesundheit auf, allerdings sollten Sie je nach Region die Dosierungsempfehlung für Ihr Waschmittel berücksichtigen, da Kalkablagerungen zur Beeinträchtigung Ihrer Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler führen können.

Alle Angaben zu Inhaltsstoffen und Wasserhärte Ihrer Heimatstadt in Bayern finden Sie auf der Webseite ihrer lokalen Wasserwerke oder in den nachfolgenden Artikeln zu ausgewählten Städten Bayerns:

 

Verunreinigungen im bayerischen Trinkwasser

Verunreinigt wird das Wasser zusätzlich durch in der Landwirtschaft eingesetzte Düngemittel wie Nitrate und Pflanzenschutzmittel, die in erhöhten Mengen in das Grundwasser gelangen [2][5][1]. Ein weiteres Problem können veraltete Rohre oder tote Leitungen im Rohrnetz sein. Bayerns Wassernetzwerk ist teilweise bereits hundert Jahre alt und muss nach Meinung einiger Experten grunderneuert werden [3]. Insbesondere für Haushalte mit Säuglingen ist das durch alte Rohre möglicherweise im Wasser gelöste Blei gefährlich. Kupferrohre geben bei Wasser mit niedrigem pH-Wert Mineralien an das Wasser ab.

Bei näheren Fragen dazu kontaktieren Sie am besten Ihre lokalen Wasserwerke und erkundigen Sie sich nach den Trinkwasserwerten [3][5]. Doch auch wenn die Trinkwassergrenzwerte von den Wasserwerken in Bayern eingehalten werden, kann Ihr Trinkwasser mit Schadstoffen belastet sein. So gibt es beispielsweise für eine Vielzahl von Stoffen wie Arzneimittelrückstände oder polare Pestizide gar keine festgelegten Grenzwerte. Um Leitungswasser erster Güte zu erhalten, empfiehlt sich daher die Filterung mit professionellen Filteranlagen.

  1. Umweltbundesamt (2016): „Wasser“. URL: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser [16.02.2017].
  2. Bayrischer Rundfunk (2014): „Wie gut ist bayerisches Leitungswasser?“. URL: www.br.de/themen/wissen/trinkwasser-qualitaet-wasser-bayern-100.html [16.02.2017].
  3. Bayrischer Rundfunk (2014): „Aus der Tiefe in den Schlund“. URL: www.br.de/themen/wissen/trinkwasser-wasser-bayern100.html [16.02.2017].
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (o.A.): „Trinkwasserverordnung 2001“. URL: http://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html [16.02.2017].
  5. Christian Sebald (2014): „Die Gefahr aus der Tiefe“. URL: www.sueddeutsche.de/bayern/trinkwasser-in-bayern-die-gefahr-aus-der-tiefe-1.2269686 [16.02.2017].
  6. Bayrischer Rundfunk (2016): Was in Bayerns Trinkwasser sickert“. URL: http://www.br.de/themen/wissen/trinkwasser-qualitaet-verschmutzung-100.html [16.02.2017].

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

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