Natrium im Trinkwasser ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung: Als Mengenelement ist es essentiell für den Menschen. Unter anderem übernimmt Natrium regulative Funktionen im Körper, wie z.B. die Regulation des Wasserhaushaltes. Statistisch gesehen nehmen wir Deutschen zu viel Natrium auf, was in Einzelfällen zu gesundheitlichen Problemen führen kann. So kann für Sie eine nähere Betrachtung des Natriumgehalts Ihres Trinkwassers sinnvoll sein.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Was ist Natrium?

Natrium ist ein Alkalimetall, welches natürlich im Trinkwasser vorkommt. Ernährungsphysiologisch gehört es zu den Mengenelementen und ist somit essenziell für Ihren Körper. Sie sind also auf eine regelmäßige Natriumzufuhr angewiesen. Natrium liegt in Lebewesen in Form von Na+-Ionen vor. Durch seine hohe Reaktionsfreudigkeit kommt es nicht elementar, also in reiner Form als Na+, sondern stets in Verbindung als Natriumsalz vor. Die gängigste Form ist das Natriumchlorid (NaCl), allgemein bekannt unter dem Begriff „Kochsalz“ oder einfach „Salz“. Des Weiteren kommt es ebenfalls natürlich im Erdgestein vor. Es wird aus dem umliegenden Gestein gelöst und gelangt so in das Grundwasser [4][5][6].

Gesundheitliche Relevanz

Natrium ist als Mengenelement essenziell für Ihren Körper und die Gesundheit und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Der Natriumgehalt des Körpers hängt stark mit der Regulierung des Wasserhaushaltes zusammen. Auch für die Zellerhaltung und die Regulierung des Blutdrucks ist Natrium verantwortlich. Weiterhin ist es an der Entstehung und Weiterleitung von Nervenimpulsen beteiligt und somit besonders für Ihre motorischen Fähigkeiten von Bedeutung [1][2][4][6].

Empfohlene Verzehrmengen von Natrium

Der Schätzwert für die minimale Zufuhr von Natrium wurde auf 550mg pro Tag festgelegt. Dies entspricht ca. 1,2g Kochsalz. Diesen Nährwert sollten Sie täglich aufnehmen. Als Obergrenze wurde eine Kochsalzzufuhr von 6g pro Tag ermittelt. Ein Mangel an Natrium ist nur in Extremfällen durch häufiges Erbrechen oder starkes Schwitzen möglich [1][3][4][6].

Gesundheitliche Folgen einer Überversorgung

Der Natriumgehalt der Zellen wird über den Wasserhaushalt des Körpers reguliert: überschüssiges Natrium scheiden Sie über die Nieren mit dem Urin oder mit dem Schweiß aus. Haben Sie jedoch eine Empfindlichkeit gegenüber Natrium oder leiden unter Diabetes oder einer chronischen Nierenerkrankung, kann eine Überversorgung mit Natrium zu gesundheitlichen Problemen führen. Im Allgemeinen wird Ihnen dann eine Reduzierung der Kochsalzaufnahme (und somit der Natriumaufnahme) empfohlen, da Kochsalz in diesen Fällen das Auftreten von Bluthochdruck und entsprechenden Folgeerkrankungen begünstigen kann. Durch die erhöhte Wasserabgabe über die Nieren scheiden Sie außerdem immer Calcium mit aus, was langfristig das Risiko für Osteoporose steigern kann [1][2][5][7].

Die deutsche Bevölkerung verzehrt im Schnitt zu viel Kochsalz und somit auch zu viel Natrium. Während die empfohlene Obergrenze für den Kochsalzverzehr bei 6g pro Tag liegt, liegt der reale Verzehr bei 8-10g Kochsalz. Hauptquellen für die erhöhte Aufnahme sind Fertigprodukte und verarbeitete tierische Produkte wie Wurst- und Käsewaren, jedoch kann das Trinkwasser bei Ihrer Natriumaufnahme ebenfalls eine Rolle spielen [2] [3].

Natriumgehalt im Mineralwasser

Grundsätzlich gilt Trinkwasser als natriumarm. Natürliche Mineralwässer können jedoch einen hohen Natriumgehalt aufweisen. Normalerweise erfolgt die Angabe in Milligramm, bei einem stark erhöhten Natriumgehalt ist allerdings eine Angabe in Gramm möglich. Achten Sie bei der Wahl des Trinkwassers also auf die Gewichtseinheit. Als „natriumhaltig“ gekennzeichnetes Trinkwasser enthält mehr als 200mg/l Natrium. Finden Sie die Kennzeichnung „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ oder „Geeignet für eine natriumarme Ernährung“ auf dem Etikett, beträgt der Natriumgehalt weniger als 20mg/l. Die empfohlene Mindestaufnahme von 550mg Natrium erreichen Sie also theoretisch bereits durch das Trinken von circa 2,5l natriumhaltigem Wasser [1][8].

Natriumgehalt im Leitungswasser

Wenn Sie sich über den Natriumgehalt Ihres Leitungswassers informieren möchten, können Sie dies über Ihre örtlichen Stadtwerke tun. Da der Natriumgehalt im Wasser von Region zu Region schwankt, ist es nicht möglich, eine einheitliche Aussage über den Gehalt im Leitungswasser zu treffen. Grundsätzlich gilt Leitungswasser als nicht natriumreich. Aktuelle Werte können Sie in der Regel auf der Internetpräsenz der örtlichen Stadtwerke einsehen oder erfragen [1].

Wer sollte natriumarmes Trinkwasser wählen?

Leiden Sie unter hohem Blutdruck, einem chronischem Nierenleiden oder einer Unterfunktion der Niere wird empfohlen das Sie auf natriumarmes Trinkwasser zurückgreifen. Da auch Diabetiker zu Bluthochdruck neigen, sollten diese ebenfalls natriumarmes Wasser bevorzugen. Auch zur Zubereitung von Säuglingsnahrung wird natriumarmes Trinkwasser empfohlen [2][4][5].

Für wen empfiehlt sich natriumhaltiges Trinkwasser?

Wenn Sie Probleme mit niedrigem Blutdruck haben, können Sie mit einer erhöhten Kochsalzaufnahme die Flüssigkeitsmenge im Blut erhöhen. Natrium bindet Wasser im Körper und so auch in den Blutgefäßen. Dies führt zur Blutdruckerhöhung. Sind Sie beispielsweise Sportler ist natriumhaltiges Wasser eine Möglichkeit, Ihren Natriumspiegel im Körper aufrecht zu erhalten. Auch im Sommer wird aufgrund der erhöhten Schweißproduktion eine erhöhte Natriumaufnahme empfohlen. Ob die Wahl zu natriumhaltigen Trinkwasser für Sie jedoch sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. [1][4].

Fazit

Der Natriumverzehr in Deutschland gilt als zu hoch. Bei der Wahl des Trinkwassers sollten Sie besonders dann auf eine natriumarme Alternative zurückgreifen, wenn Sie natriumempfindlich sind oder bereits unter Bluthochdruck leiden. Über eine erhöhte Natriumaufnahme über das Leitungswasser kann eine Auskunft bei den örtlichen Stadtwerken aufklären.

  1. Evers, Wolfgang Karl: Wasser als Lebensmittel. Trinkwasser – Mineralwasser – Quellwasser – Tafelwasser. 1. Auflage. Hamburg: B. Behr’s Verlag GmbH&Co KG, 2009.
  2. DGE (2016): „Ausgewählte Fragen und Antworten zu Speisesalz“, URL: https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/salz/#c2582 [14.10.2016].
  3. DGE Referenzwerte (2016): „Natrium, Kalium, Chlorid“. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/natrium-chlorid-kalium/ [14.10.2016].
  4. Dr. Müller-Gesser, Ralph (2014): „Natrium (Na): Für den Körper unverzichtbar“. URL: http://www.apotheken-umschau.de/laborwerte/natrium [14.10.2016].
  5. Unbekannt (2016): „Natrium“. URL: http://www.ernaehrung.de/lexikon/ernaehrung/n/Natrium.php [14.10.2016].
  6. Unbekannt (2016): „Natrium“. URL: http://www.chemie.de/lexikon/Natrium.html [Stand 14.10.2016].
  7. Pohl, Kerstin (2009): „Knochenstarke Kost“. URL: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=30550 [14.10.2016].
  8. Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (2014): „Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Mineral- und Tafelwasserverordnung). URL: https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/min_tafelwv/gesamt.pdf [2016].

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