Mangan kommt eigentlich immer im Grundwasser vor und kann nie ganz beseitigt werden. Trotzdem ist es ratsam, den Anteil am Metall so gering wie möglich zu halten, um so verschiedensten Problemen vorzubeugen. Diese sind sowohl technischer, als auch in weiterer Folge gesundheitlicher Natur. Ein hoher Mangananteil im Wasser erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Ablagerungen entstehen, die wiederum die Ansammlung von Bakterien begünstigen. So kann die Qualität des Wassers darunter leiden. Es ist also nicht verkehrt, wenn Sie sich über diese Probleme informieren, um dann in der Lage zu sein, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Was ist Mangan und wie wird es verwendet?

Mangan ist ein chemisches Element, welches ähnliche Eigenschaften wie Eisen aufweist. Es ist neben Eisen das zweithäufigste Metall und kommt sehr oft in der Erdkruste als chemische Verbindung vor: meist in Form von Braunstein, aber auch als Manganit oder Rhodonit. Nach dem Abbau wird das Element vor allem in der Stahlindustrie für Legierungen verwendet [1].

Mangan im Grundwasser

Aufgrund des hohen natürlichen Vorkommens von Mangan verwundert es nicht, dass im Grundwasser eigentlich immer Spuren von Mangan zu finden sind [6]. Durch verschiedene Praktiken, wie zum Beispiel das Dämpfen der Erde zur Schädlingsbekämpfung, wird mehr Mangan im Bodenwasser gelöst und gelangt dann durch Regen in das Grundwasser. Auch durch verlegte Kupfer- oder Bleirohre kann es ins Grundwasser gelangen, indem sich Spuren von Mangan davon lösen und dann weggeschwemmt werden [7].

Grenzwert in der Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung in Deutschland sieht für Mangan einen Grenzwert von 0,05 mg pro Liter vor [4]. Die WHO gibt einen wesentlich höheren Wert an. Hier beträgt die Grenze 0,4 mg pro Liter [5]. Bei einem lebenslangen Konsum von Wasser mit diesem Wert besteht laut WHO kein wesentlich erhöhtes Risiko für den Menschen, gesundheitliche Schäden davonzutragen. Diese unterschiedlichen Richtlinien zeigen aber, dass es Unstimmigkeiten darüber gibt, welche Mengen als problemlos beziehungsweise ungesund angesehen werden können.

Was bedeutet Mangan im Wasser für Ihre Gesundheit?

Bei Mangan handelt es sich um ein lebenswichtiges Element für den menschlichen Körper. Es ist Bestandteil von Eiweißen und deshalb von großer Bedeutung für verschiedene Funktionen des Körpers, wie zum Beispiel dem Stoffwechsel. Der Bedarf an Mangan ist jedoch nicht sehr hoch. Für einen erwachsenen Menschen liegt die empfohlene Menge bei 2,5 mg pro Tag. Den Großteil des Bedarfs nimmt der Mensch über Lebensmittel auf, z.B. über Getreide, Reis oder Nüsse, weniger durch Wasser. Im Körper wird das Element dann zum Großteil in den Knochen gespeichert.

Auswirkungen einer Vergiftung

Eine Manganvergiftung kann Symptome wie Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit und auch Sprachstörungen verursachen und somit schädlich für die Gesundheit sein [2]. Eine solche Vergiftung ist jedoch nur durch das Einatmen von manganhaltigem Staub möglich. Durch den reinen Konsum von Wasser aus der Leitung ist eine solche Vergiftung nahezu unmöglich. Auch ein Mangel am Element kann Probleme, wie Knochendeformationen oder Blutgerinnungsstörungen, verursachen. Da Mangan aber nur in einer sehr geringen Dosis zu sich genommen werden sollte, ist auch ein solcher Mangel nicht sehr wahrscheinlich. Es sind jedoch vor allem technische Probleme, die die Qualität des Wassers beeinträchtigen und so hygienische Probleme verursachen können, die wiederum für Ihre Gesundheit gefährlich sein können.

Bedeutung für die Umwelt

Mangan ist für alle Organismen dieser Welt lebenswichtig, unter anderem wird es zum Beispiel von Pflanzen für die Fotosynthese benötigt. Das Element selbst gilt als relativ untoxisch und es sind auch keine Umweltschäden bekannt, die durch Mangan verursacht wurden [6].

Technische Probleme durch Mangan verursacht

Eine hohe Konzentration von Mangan im Leitungswasser ist an sich gesundheitlich unbedenklich, führt jedoch zu unerwünschten Verfärbungen des Wassers und technischen Problemen. Bei Trinkwasserleitungen können Manganbakterien Ablagerungen beziehungsweise Verkrustungen verursachen und so die Rohrleitung verengen. Aufgrund dieser Verengung kommt es in weiterer Folge zu hygienischen Problemen durch die vermehrte Ansammlung von Bakterien. Die Ablagerungen können sich aber auch wieder von allein lösen und kommen dann als dunkel gefärbte Teilchen aus dem Wasserhahn [3]. Sollten sich diese nicht von alleine lösen, sollte eine Filteranlage installiert werden, um die Qualität des Wassers wiederherzustellen.

Was soll bei zu hohen Werten unternommen werden?

Es kann davon ausgegangen werden, dass die zu hohen Werte nicht von den öffentlichen Wasserversorgungsanlagen verursacht werden, da die Werte dort ständig kontrolliert werden. Dort wird Mangan häufig direkt mit Eisen aus dem Wasser entnommen. Meist sind Ursachen für erhöhte Werte im Rohrleitungsnetz und in der eigenen Hausinstallation zu finden. Bei Verdacht ist es generell ratsam, eine Wasseranalyse vom Experten durchführen zu lassen [5].

Bei Vorliegen erhöhter Anteile im Trinkwasser kann der Stoff durch die Reinigungsstufen Oxidation, Fällung und finaler Filterung aus dem Wasser entnommen werden. Weitere wirksame Möglichkeiten sind Umkehrosmose, Ionentauscher oder Elektrodialyse [6].

Fazit

Mangan ist für den Menschen lebensnotwendig. Probleme bereitet es vor allem in Hausleitungen, wenn durch einen zu hohe Anteil Geschmack oder Farbe negativ beeinflusst werden oder gar Ablagerungen entstehen. Diese Ablagerungen begünstigen die Ansammlung von verschiedenen Bakterien und können in weiterer Folge schlecht für die Qualität des Trinkwassers und Ihre Gesundheit sein. Mithilfe von Filteranlagen können Sie nicht nur Ihrer Gesundheit einen Gefallen tun, sondern Sie helfen dadurch auch die Umwelt weniger zu belasten, denn Leitungswasser ist wesentlich ökonomischer und ökologischer als Flaschenwasser.

  1. Unbekannt (o. A.): „Mangan“. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Mangan [22.11.2016].
  2. Domke A., Großklaus R., Niemann B., Przyrembel H., Richter K., Schmidt E., Weißenborn A., Wörner B. und R. Ziegenhagen: Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln. Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte Teil II. Berlin: Bundesinstitut für Risikobewertung, 2004.
  3. Unbekannt (o. A.): „Probleme mit Eisen und Mangan“. URL: http://www.enu.at/trinkwasser/eisen-und-mangan/probleme-mit-eisen-und-mangan [22.11.2016].
  4. Bundesbehörden (2016): „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001)“. URL: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html (22.11.2016).
  5. Die Umweltberatung (2009): „Wasser und Gesundheit – Eisen und Mangan im Trinkwasser“. URL: http://images.umweltberatung.at/htm/wasser-und-gesundheit-eisen-mangan-ratgeber-wasser.pdf [22.11.2016].
  6. Water Treatment Solutions (Lenntech) (o. A.): „Mangan (Mn) und Wasser“. URL: http://www.lenntech.de/element-und-wasser/mangan-und-wasser.htm [26.11.2016].
  7. Marc Platthaus (2015): „Trinkwassercheck Deutschland: Hausleitungen sind das Problem“ URL: http://www.laborpraxis.vogel.de/wasseranalytik-umweltanalytik/articles/507969/ [26.11.2016].

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