Kupfer ist ein Material, dass in der Industrie für den Bau von Wasserrohren verwendet wird. Jedoch sind Kupferrohre nicht für alle Trinkwasserinstallationen geeignet. Hat das Wasser einen niedrigen pH-Wert, so darf Kupfer nicht als Material für Leitungsrohre eingesetzt werden. Eine überhöhte Aufnahme von Kupfer kann die menschliche Gesundheit, insbesondere die von Säuglingen, schädigen. Der folgende Artikel erklärt Ihnen die Beschaffenheit von Kupfer, dessen Verbreitung, die möglichen Risiken und wie Sie eine Kupferintoxikation vermeiden können [7].

Definition

Im nachfolgenden Artikel wird unter Trinkwasser gleichermaßen Leitungswasser verstanden.

Was ist Kupfer und wo wird es verwendet?

Kupfer ist ein Rohstoff, der auf allen Kontinenten vorkommt. In Europa wird das Metall vor allem in Polen und Russland abgebaut. In Deutschland ist gibt es im Moment keine aktive Kupfermine, jedoch werden in der Lausitz erste Untersuchungen durchgeführt, um in Zukunft dort die Vorkommen abzubauen. Der weltweit größte Produzent ist Chile. Der Kupfergehalt in der Erdkruste ist mit 0,006 Prozent sehr gering. Oft wird der Rohstoff aus kupferhaltigen Gestein, sogenannten Erzen, gewonnen.

Die hervorragendste Eigenschaft ist die hohe Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität, daher ist es ein gefragter Werkstoff in der Elektroindustrie. Generell ist Kupfer in unserem heutigen Alltag unverzichtbar. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Münzen, Stromkabel, Schmuck, Besteck, Armaturen, Düngemitteln, Maschinenkomponenten und der Rohrleitungsbau [1] [2].

Transportwege des Kupfers in Ihr Wasser

In deutschen Böden und Gewässern ist das natürliche Auftreten von Kupfer sehr gering. Jedoch wird es in der Landwirtschaft als Düngemittel und als Zusatz für das Futter von Kühen und Schweinen genutzt. So gelangt das Metall in den Boden und wird vom Niederschlag bis in das Grundwasser befördert, das sich in tieferen Gesteinsschichten befindet. Zudem sorgt der Regen dafür, dass aus Dachmaterialien Kupfer gelöst wird und in die Kanalisation oder den Boden gelangt. Dies ist auch ein Grund für erhöhte Kupferwerte im Klärschlamm der Wasserwerke. Die Menge an Kupfer im Leitungswasser hängt auch vom Rohrmaterial, dem pH-Wert des Wassers, der Wasserhärte und der Aufenthaltszeit des Wassers im Leitungsnetz ab [4] [8] [10].

Kupfergrenzwert im Trinkwasser

Die Trinkwasserverordnung legt den Grenzwert für Kupfer bei 2,0 mg pro Liter Leitungswasser fest [2]. Eine Überschreitung des Grenzwertes kann für die menschliche Gesundheit schädlich sein, besonders davon betroffen können Säuglinge sein. Kupferrohre werden in der Bauindustrie auch für die Bereitstellung von Trinkwasser genutzt. Jedoch sind diese nicht in jeder Region Deutschlands erlaubt, da in manchen Gebieten das Wasser einen sehr niedrigen pH-Wert hat, sich zu viel Kupfer im Leitungswasser löst und so den gesetzlichen Grenzwert nicht einhält [6]. Rohre aus Kupfer und Kupferlegierungen können problemlos für das Trinkwasser genutzt werden, wenn der pH-Wert 7,4 überschreitet. Bei einem pH-Wert von 7,0 bis 7,4 darf der TOC Wert, also der Wert für die Gesamtmenge an organischem Kohlenstoff, 1,5 mg pro Liter nicht überschreiten [11].

Auswirkungen auf die Umwelt

Für Pflanzen ist Kupfer ein essentieller Bestandteil für das Wachstum und eine gesunde Entwicklung. Ein Mangel hat bei Nutzpflanzen wie Reis und Weizen einen niedrigen Ertrag und schlechtere Erntequalität zur Folge. In der geeigneten Menge ist Kupfer auch sehr bedeutend für das Wachstum und den Nährstofftransport bei Wasserlebewesen. Gelöste Kupfersalze schädigen das Gewässer in großem Ausmaß. Sie sind giftig für Fische und Krebse, aber auch Kleinstlebewesen wie Bakterien und Algen. Dies kann zum Artensterben im Gewässer führen. Bei Fischen wird das Metall in der Leber gespeichert und kann so den Weg in den menschlichen Nahrungsmittelkreislauf finden [8] [9].

Ueberraschungen vermeiden

Auswirkungen auf die Gesundheit

Solange der Grenzwert von 2,0 mg Kupfer pro Liter Wasser eingehalten wird, können Sie das Leitungswasser ohne Bedenken trinken. Gesundheitlich problematisch wird für Sie als Verbraucher eine Überschreitung des Grenzwerts, wobei dies besonders für Babys ungesund ist. Das Metall kann die Leber schädigen und es ist eine frühkindliche Leberzirrhose möglich, die lebensgefährlich sein kann, da sie häufig nicht als Kupfervergiftung diagnostiziert wird. Bei Erwachsenen kann sich eine ungesund hohe Aufnahme von Kupfer in Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall oder Erbrechen äußern. Da dies Symptome sind, die auch zahlreiche andere Auslöser haben können, wird die Ursache oft nicht erkannt. Somit kann eine schleichende, dauerhafte Vergiftung Störungen der Leber und Nieren verursachen [5] [8]. Haben Sie Bedenken wegen der Kupferwerte in Ihrem Trinkwasser, können Sie bei dem örtlichen Wasserversorger nachfragen. Oft sind aktuelle Analysen des Wassers online einsehbar.

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Fazit

Die Trinkwasserverordnung sieht als gesetzlichen Grenzwert 2 mg Kupfer pro Liter Leitungswasser vor [3]. Für die Einhaltung dieses Wertes ist der Wasserversorger verantwortlich, Sie können sich als Verbraucher oft online auf der Betreiberseite über die aktuellen Analysewerte Ihres Trinkwassers informieren. In Regionen Deutschlands, in welchen der ph-Wert des Wassers unter 7,4 liegt, dürfen keine Kupferleitungen als Wasserleitungsrohre verbaut werden. Es würde sich zu viel Kupfer im Wasser lösen und die gesetzlich vorgeschriebene Grenze überschreiten. Eine zu hohe Kupfermenge im Wasser kann ihre Gesundheit schädigen. Vor allem bei Säuglingen besteht das Risiko, dass Sie eine lebensgefährliche, frühkindliche Leberzirrhose bekommen können. Bei Erwachsenen gehört Durchfall und Übelkeit zu den Symptomen. Langfristig können auch die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigt werden [5].

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Sie können auch auf technische Lösungen zurückgreifen, die bezüglich des Preises und der Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich sind, um Kupfer aus dem Leitungswasser zu entfernen. So stehen ihnen unter anderem als Möglichkeiten die Adsorption (Aktivkohle), Fällung, Ionenaustauscher und Umkehrosmose-Anlagen zur Verfügung [8].

  1. Deutsches Kupferinstitut (2016): „Vorkommen und Verfügbarkeit“. URL: http://copperalliance.de/%C3%BCber-kupfer/vorkommen-und-verf%C3%BCgbarkeit (28.10.2016).
  2. Unbekannt (2016): „Kupfer“. URL: http://www.chemie.de/lexikon/Kupfer.html (28.10.2016).
  3. Bundesbehörden (2016): „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001)“. URL: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html (28.10.2016).
  4. Umweltbundesamt (2016): „Schwermetalle in Düngemittel“. URL: https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/duengemittel (28.10.2016).
  5. Prof. Dr. med. Eife, Robert (2012): „Vergiftung durch Kuper im Trinkwasser”. URL: https://wasserhelden.net/wp-content/uploads/2016/12/Vergiftungen_durch_Kupfer_im_Trinkwasser.pdf (01.12.2016).
  6. Jötten, Frederik (2014): „Rohre restlos austauschen“. URL: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/leitungswasser-wie-gefaehrlich-sind-bleirohre-a-1001044.html (28.10.2016).
  7. BfR (2013): „Kupferrohre nicht für alle Trinkwasserinstallationen geeignet“. URL: http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/1998/04/kupferrohre_nicht_fuer_alle_trinkwasserinstallationen_geeignet-841.html (28.10.2016).
  8. Lenntech BV (2016): „Kupfer (Cu) und Wasser“. URL: http://www.lenntech.de/element-und-wasser/kupfer-und-wasser.htm (28.10.2016).
  9. Deutsches Kupferinstitut (2016): „Kupfer ist ein essentielles Spurenelement“. URL: http://copperalliance.de/anwendungen/landwirtschaft-und-agrikultur (28.10.2016).
  10. Umwelt Bundesamt: „Einträge von Kupfer, Zink und Blei in Gewässer und Böden“ In: 09/205, S.1-3.
  11. Ikz Praxis: „Thema: Kupferrohrinstallationen“ In: 8/2005, S.12f.

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