Viren filtern

Final Check offen

Virusinfektionen sind grundsätzlich durch infiziertes Trinkwasser übertragbar und können bei der Verwendung des Wassers zum Trinken oder Kochen eine Erkrankung auslösen. Nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung dürfen daher keine Viren im Wasser enthalten sein. Verschiedene Fälle aus den vergangenen Jahren zeigen allerdings, dass diese Vorschriften nicht immer eingehalten werden können. In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen über die Gefahren der über das Wasser übertragbaren Viren sowie mögliche Maßnahmen, um Viren zu bekämpfen.

Warum können Viren in unserem Trinkwasser vorkommen?

Viren treten grundsätzlich überall in der Umwelt auf und werden durch drei verschiedene Arten verbreitet. Sie können entweder durch den Kontakt mit befallenen Lebensmitteln oder infizierten Lebewesen übertragen werden, sie können sich durch Tröpfcheninfektionen ausbreiten und sie können über das Blut zu einem neuen Wirt gelangen [2]. Speziell ins Wasser kommen Viren auf unterschiedliche Weise. Gülle erkrankter Tiere, die als Dünger eingesetzt wird, gelangt beispielsweise über den Wasserkreislauf in das Grundwasser, Ausscheidungen von Menschen aus dem Abwasser können zu Verunreinigungen führen und manche Industriebetriebe leiten potentiell infiziertes Abwasser direkt in Oberflächengewässer ein. Einmal im Wasser angekommen können die Viren mehrere Monate lang überleben [3] [4].

Nach Vorgabe der Trinkwasserverordnung dürfen hierzulande keine Krankheitserreger im ins Leitungsnetz eingespeisten Wasser in einer Konzentration enthalten sein, die die menschliche Gesundheit gefährden könnte. Ein genauer Grenzwert ist nicht vorgegeben [1]. Aufhorchen lässt der Befund, dass teilweise schon geringe Konzentrationen eine Infektion auslösen können [7].

Trinkwasser schützen

Wann ist der Einsatz eines Wasserfilters gegen Viren sinnvoll?

Im Gegensatz zu Bakterien, die teilweise von Nutzen für den menschlichen Organismus sind, lassen sich Viren grundsätzlich als schädlich klassifizieren. Wie hoch die Gefahr einer Infektion tatsächlich ist und welche Folgen eine Ansteckung nach sich zieht, hängt von der Art des Virus ebenso wie von der Konzentration im Wasser ab.

Als besonders ansteckend gelten beispielsweise der Norovirus, der zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen führt, sowie Hepatitis A, die eine Leberentzündung mit Fieber, Übelkeit und Mattigkeit verursacht. Ältere Menschen, Kinder und Kranke mit geschwächtem Immunsystem sind generell besonders gefährdet [2] [8] [9].

Wasserversorger sind nach der gesetzlichen Vorgabe verpflichtet, die Verunreinigung des Wassers zu verhindern – werden dieser Aufgabe jedoch nicht immer gerecht. Gerade für Personen, die zu einer dieser Risikogruppen gehören, empfiehlt es sich daher, über Möglichkeiten der Wasserfilterung nachzudenken.

Welche Filtermöglichkeiten gibt es und welche ist die Richtige für Sie?

Was tun, um das Wasser bedenkenlos genießen zu können? Wenn Sie Viren zuverlässig aus Ihrem Leitungswasser filtern möchten, stehen Ihnen grundsätzlich zwei bewährte und erwiesenermaßen wirksame Verfahren zu Verfügung: die Verwendung eines Aktivkohlefilters und die Nutzung eines Umkehrosmosefilters. Die Wasserfilter können die Viren nicht abtöten, entfernen sie aber zuverlässig aus Ihrem Wasser.

Kombination Aktivkohle-Blockfilter mit Ultrafiltration

Verschiedene Untersuchungen unabhängiger Labore bestätigen die hohe Zuverlässigkeit der Verwendung von Aktivkohlefiltern mit Hohlfasermembran zum Abfangen eventuell vorhandener Viren aus dem Wasser. Demnach können nach dem Einsatz hochwertiger Filter dieser Konstruktionsweise keine Viren im Wasser nachgewiesen werden [10] [11].

Die Wirksamkeit der Aktivkohlefilter beruht dabei grundsätzlich auf einem recht einfachen Prinzip: Die im Vergleich zu den Wasser- und Mineralmolekülen recht großen Viren passen durch die Membran nicht hindurch und können daher vollständig zurückgehalten werden.

Die Vorteile der Nutzung eines Aktivkohlefilters liegen darüber hinaus in seinem einfachen Einbau, der unkomplizierten Wartung und der weitreichenden Wirkung. Neben Viren können Sie mit dem Filter auch andere schädliche Stoffe und Stoffverbindungen wie Chlor zurückhalten. Zur Instandhaltung ist lediglich alle paar Monate ein Austausch der Aktivkohle erforderlich, da der Filter sonst an Wirksamkeit einbüßt. Aktivkohlefilter lassen sich besonders gut direkt am Wasseranschluss in der Küche oder im Bad montieren und bieten Ihnen so hochwertiges Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen [5] [6].

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Umkehrosmose

Das Herausfiltern von Viren mithilfe der Umkehrosmose basiert auf der Verwendung einer semipermeablen Membran mit winzigen Poren. Ähnlich wie im Aktivkohlefilter mit Hohlfasermembran werden größere Moleküle im Wasser zurückgehalten, sodass nach der Filterung ein besonders reines Wasser die Anlage verlässt. Pestizide, Schwermetalle, Nitrat und Viren können gleichermaßen zuverlässig herausgefiltert werden, ohne dass dafür Chemie eingesetzt werden muss.

Nachteilig erscheint bei dieser Methode allerdings, dass das Wasser neben schädlichen Bestandteilen auch wertvolle Mineralien verliert, die gegebenenfalls später wieder hinzugefügt werden müssen. Darüber hinaus verbrauchen Filtersysteme, die mit der Umkehrosmose arbeiten, vergleichsweise viel Wasser und sollten von einem Fachmann installiert werden. Im besten Fall übernimmt dieser Experte später auch die recht aufwändige Wartung der Geräte [5] [6].

  1. Bundesbehörden (2016): Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001). URL: https://www.gesetze-iminternet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html (28.02.2017).
  2. Dr. med. Larisch, Katharina (2016): Viren. URL: http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Infektionen/Wissen/Viren-489.html (28.02.2017).
  3. DVGW-Technologiezentrum Wasser Abteilung Grundwasser und Boden (2016): Parasiten und Viren – mikrobiologische Anforderungen an das Rohwasser. URL: http://www.grundwasserdatenbank.de/viren.htm (28.02.2017).
  4. Institut für Umweltverfahrenstechnik (IUV) der Universität Bremen (2016): Krankheitserreger. URL: http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/k/krankheitserreger.htm (28.02.2017).
  5. Carbonit Filtertechnik GmbH (2007): Antworten zu CARBONIT Trinkwasserfiltern. URL: https://alvito.com/assets/1/69/Alvito_Carbonit_FAQ.pdf (28.02.2017).
  6. Hendel, Barbara (2002): Wasser vom Reinsten. So optimieren Sie Ihr Leitungswasser. Herrsching: INA Verlag.
  7. Zühlke, Karten (2017): Erreger im Trinkwasser. URL: http://www.trinkwasserspezi.de/mikroorg.htm (28.02.2017).
  8. Netdoktor.de (2016): Norovirus. URL: http://www.netdoktor.de/krankheiten/norovirus/ (28.02.2017).
  9. Dr. med. Seidel, Mira (2016): Hepatitis. URL: http://www.netdoktor.de/krankheiten/hepatitis/#TOC3 (28.02.2017).
  10. Tuschewitzki, Dr. G.-J. (1999): Hygienisch-mikrobiologische Untersuchungen an der Wasseraufbereitungsanlage HWF-EK mit dem Filterelement Carbonit-Monoblock WFP 1,5. Zusammenfassende Beurteilung. URL: https://wasserhelden.net/wp-content/uploads/2016/12/BakterienViren_Hygiene-Institut-d-Ruhrgebietes_NFP-Premium_100714-D01.pdf.
  11. Mannesmann, Prof. Dr. Rolf (2002): Zur Retention ausgewählter Organismen (Viren, Bakterien, Niedere Pilze und eucaryontische Parasiten) durch den Filter NFP Premium (NFP 2,0) Eine Untersuchung für die Fa. Carbonit Filtertechnik GmbH, Dambeck/Altmark.URL: https://wasserhelden.net/wp-content/uploads/2016/12/BakterienVirenPilzeHefen_Universitaet-Bielefeld-KV_NFP-Premium.pdf.

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