Rost filtern

Final Check offen

Viele Menschen kennen das Phänomen: Beim Aufdrehen des Wasserhahns läuft zunächst rostbraun verfärbtes Wasser aus der Leitung. Dieses sichtbare Anzeichen eines erhöhten Rost- beziehungsweise Eisengehalts ist aus gesundheitlicher Sicht kein Anlass zur Sorge, da der Stoff als nicht schädlich eingestuft wird. Doch nicht nur die unangenehmen Folgen beim Waschen mit dem verunreinigten Wasser legen es nahe, über Filtermöglichkeiten nachzudenken. Tritt Rost im Trinkwasser auf, können durch korrodierte Leitungen langfristig beispielsweise auch schädliche Schwermetalle freigesetzt werden. Wie sie gegen Rost im Wasser vorgehen können, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

Warum kann Rost in unserem Trinkwasser vorkommen?

Rost entsteht grundsätzlich immer dann, wenn Eisen mit Sauerstoff in Berührung kommt und die beiden Stoffe miteinander reagieren. Diese Reaktion tritt unter anderem dann häufig auf, wenn die Legierung ursprünglich verzinkter Eisenrohre abgetragen ist und das Eisen mit dem Wasser in direkten Kontakt kommt. Tritt dieses Phänomen auf, macht es sich durch die typische rostbraune Verfärbung bemerkbar [2]. Besonders häufig entsteht rostbraunes Wasser bei der Wasserversorgung über einen eigenen Brunnen. Darüber hinaus kommen aber auch, wie zuvor beschrieben, korrodierte Rohrleitungen aus Eisen oder Stahlrohre mit unterschiedlichen Metallen im eigenen Haus sowie nicht zuletzt Arbeiten an Trinkwasserrohren oder Druckschwankungen als Ursache in Betracht [3].

Nach Vorgabe der Trinkwasserverordnung dürfen im Leitungswasser maximal 0,2 Milligramm Eisen pro Liter enthalten sein [1]. Erhalten Sie beim Aufdrehen Ihres Wasserhahns rostbraun verfärbtes Wasser, deutet dies auf einen weit höheren Eisengehalt hin.

Trinkwasser schützen

Wann ist der Einsatz eines Wasserfilters gegen Rost sinnvoll?

Grundsätzlich wird ein erhöhter Eisengehalt im Wasser als nicht gesundheitsschädlich eingestuft und Sie können auch rostbraunes Wasser bedenkenlos trinken. Das überschüssige Eisen wird vom Körper später einfach wieder ausgeschieden [4]. Ein erhöhter Rostgehalt des Wassers zieht allerdings andere unangenehme Wirkungen mit sich: Neben Flecken auf der Wäsche können die Eisenoxidpartikel auch zerstörte Dichtungen verursachen und Siebe von Wasch- und Spülmaschinen verstopfen.

Hinzu kommt der oftmals als unangenehm empfundene Geschmack des Wassers sowie die erhöhte Wahrscheinlichkeit der Ansiedlung von Bakterien, da diese das Eisen für die Aufrechterhaltung ihres Stoffwechsels nutzen [7]. Obendrein können neben dem Rost infolge korrodierender Leitungen auch schädliche Schwermetalle ins Wasser gelangen [2]. Aus diesen Gründen empfiehlt sich beim plötzlichen Auftreten von Rost im Wasser, das Rohrnetz zu überprüfen und gegebenenfalls passende Maßnahmen zur Entfernung des Rosts zu ergreifen.

Welche Filtermöglichkeiten gibt es und welche ist die Richtige für Sie?

Steht das Wasser lange in der Leitung, ist die Rostkonzentration meist besonders hoch. Die erste sofortige Gegenmaßnahme stellt daher das einige Minuten lange Ablaufen lassen des Wassers dar. Langfristig und dauerhaft können Sie gegen Rost im Trinkwasser mit verschiedenen Mitteln vorgehen. Besteht die Gefahr der zusätzlichen Verunreinigung mit Schwermetallen durch ein insgesamt rostiges und marodes Leitungsnetz, sollten Sie über den Austausch der betroffenen Rohre nachdenken. In dieser Hinsicht kommt beispielsweise Edelstahl in Betracht. Dieser Stoff reagiert grundsätzlich nicht mit Wasser [2] [4].

Doch was tun, wenn das Wasser aus dem hauseigenen Brunnen zu hohe Eisenwerte aufweist oder der Einbau neuer Leitungen nicht möglich ist beziehungsweise äußerst kostspielig erscheint? In Wasserwerken werden zur Entfernung von Rost und Eisen meist Enteisenungsanlagen verwendet. Diese oxidieren im Wasser gelöste Eisenionen zu Eisenoxid und filtern dieses anschließend mechanisch heraus. Für den privaten Gebrauch kommen neben derartigen Anlagen vor allem Wasserfilter, die mit Quarzsand arbeiten, in Betracht. Die Rostpartikel werden bei diesen Filtern allein über die mechanische Wirkung des Sandes festgehalten [3]. Darüber hinaus können schließlich auch Aktivkohle-Blockfilter und Umkehrosmose-Anlagen zur Filterung von Rost verwendet werden.

Aktivkohle-Blockfilter

Grundsätzlich ist Aktivkohle nicht ideal zum Filtern von Eisen, allerdings handelt sich bei Rost und Rostpartikel um größere Strukturen die Aktivkohle-Blockfilter sicher entnehmen können. Bei diesem mechanischen Vorgang werden, vergleichbar mit einem Sieb, auf der porösen Oberfläche der Kohle bestimmte Schadstoffe und auch Rostpartikel festgehalten und damit aus dem Wasser entfernt. Durch weitere Eigenschaften werden sogar Hormone und Arzneimittelrückstände durch Adsorption entnommen und reineres Wasser ohne Verlust wertvoller Mineralien erzeugt. Um die Reinigungsleistung eines Aktivkohlefilters zu erhalten, muss die enthaltene Aktivkohle etwa alle sechs Monate ausgetauscht werden. Die Montage ist in der Regel auch von Laien problemlos zu bewältigen [5] [6].

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Umkehrosmose

Bei der Umkehrosmose wird Ihr Leitungswasser mit starkem Druck durch eine semipermeable Membran mit besonders kleinen Poren gepresst. Größere Partikel wie die von Rost und Eisen passen nicht durch die Membran hindurch. Auf diese Weise entsteht ein sehr reines Wasser, das allerdings einen leicht sauren Geschmack bekommt und neben zahlreichen potentiell schädlichen Stoffen wie Nitrat, Chlor, Pestiziden und Schwermetallen auch Mineralstoffe einbüßt. Nachteilig erscheint zudem der recht hohe Wasserverbrauch der Geräte [6].

  1. Bundesbehörden (2016): Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch, (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001). URL: https://www.gesetze-iminternet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html (28.02.2017).
  2. Braunes Wasser (2016): Rost im Wasser. URL: http://www.braunes-wasser.de/auswirkung/rostim-wasser (28.02.2017).
  3. Reblu GmbH (2017): Wasserfilter gegen Rost. URL: http://www.wasserfilter-trinkwasserfilter.de/schadstoffe/wasserfilter-gegen-rost/ (28.02.2017).
  4. Landkreis Karlsruhe (2005): Was tun bei Rost im Trinkwasser? URL: https://www.landkreiskarlsruhe.de/media/custom/1076_263_1.PDF (28.02.2017).
  5. Carbonit Filtertechnik GmbH (2007): Antworten zu CARBONIT Trinkwasserfiltern. URL: https://alvito.com/assets/1/69/Alvito_Carbonit_FAQ.pdf (28.02.2017).
  6. Hendel, Barbara (2002): Wasser vom Reinsten. So optimieren Sie Ihr Leitungswasser. Herrsching: INA Verlag.
  7. Liel, Martina (2013): Ist Rost im Leitungswasser schädlich? URL: http://www.energieleben.at/ist-rost-im-leitungswasser-schadlich/ (28.02.2017).

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

Wir von Wasserhelden.Net sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.


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