Eisen filtern

Final Check offen

Eisen ist wichtig für den menschlichen Körper und kommt in der Natur vor. Doch eine hohe Eisenkonzentration im Trinkwasser kann schädlich wirken. Aus diesem Grund wurden Grenzwerte festgesetzt. Doch warum sollten Sie den Eisengehalt in Ihrem Trinkwasser kontrollieren und wie können Sie Eisen aus dem Wasser entfernen?

Wie kommt Eisen ins Trinkwasser?

Eisen kommt sehr selten als Mineral in der Natur vor, viel häufiger ist es in Verbindungen anzutreffen. Quellwasser, aber auch Regenwasser durchläuft viele verschiedene Schichten, unter anderem Gesteinsschichten, bis es letztendlich als Trinkwasser genutzt wird. Hierbei werden verschiedene Mineralien wie Eisen im Wasser gelöst [3]. Aber auch durch alte Wasserrohre, die zum Teil aus Eisen bestehen, kann sich der Stoff im Trinkwasser lösen [4].

Wann ist der Einsatz eines Wasserfilters gegen Eisen sinnvoll?

Wie viel Eisen der Körper täglich braucht, kann nicht so einfach festgelegt werden. Dies hängt nicht nur vom Alter und Geschlecht ab. Schwangere Frauen haben beispielsweise einen höheren Eisenbedarf. Laut Trinkwasserverordnung darf die Eisenkonzentration im Leitungswasser nicht mehr als 0,2 Milligramm pro Liter betragen. In der Regel liegt die Konzentration im Trinkwasser jedoch deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert.

Wenn der menschliche Körper Eisen braucht, warum gibt es dann überhaupt einen Grenzwert? Eisen lagert sich in den Rohrleitungen ab, wodurch diese verengt werden. Bakterien bekommen einen besseren Lebensraum und vermehren sich [6]. Zudem kann eine hohe Eisenzufuhr auch bestimmt Erkrankungen hervorrufen, indem es sich in der Leber anreichert. Es kann zu Organschäden, Tuberkulose-Erkrankungen und möglicherweise Alzheimer und Parkinson führen, wenn die Eisenablagerungen im Gehirn stattfinden [3].

Welche Filtermöglichkeiten gibt es und welche ist die Richtige für Sie?

Nach bisherigen Erkenntnissen bestehen Gesundheitsgefahren, die von einer zu hohen Konzentration an Eisen ausgehen erst ab einer Konzentration von 200 Milligramm pro Liter, also deutlich über dem Grenzwert [3]. Neben gesundheitlichen Bedenken, beeinträchtigt Eisen jedoch auch den Geschmack, die Farbe und sorgt für Ablagerungen in den Wasserrohren, die die Bakterienbildung fördern. Aus diesem Grund kann ein Wasserfilter sinnvoll sein. Um Eisen zu entfernen, helfen die Verfahren der Umkehrosmose, des Ionentausches sowie die Destillation.

Ionentauscher

Ionentauscher filtern geladene Teilchen aus dem Wasser. Da Eisen als gelöste Fe+-Moleküle im Wasser vorkommt, ist das Filterverfahren eine Möglichkeit für Sie, um die Eisenkonzentration im Trinkwasser zu verringern. Ein Ionentauscher besteht aus Kunstharzen. Diese nehmen Ionen aus dem Wasser auf und tauschen sie durch andere Ionen mit der gleichen Ladung aus. Dies ist ebenfalls für die Filterung von Nitrat, Nitrit, Phosphat, Sulfat, Magnesium oder Calcium effektiv. Als Nachteil des Ionentauschers müssen Sie beachten, dass konkurrierende Ionen eine Einschränkung auf die Kapazität des Filters haben können. Dieser muss dann mit einer Kochsalzlösung regeneriert werden [5].

Umkehrosmose

Auch die Umkehrosmose ist eine geeignete Filtermethode und gilt als eines der wirkungsvollsten Verfahren, um wirklich reines Trinkwasser herzustellen. Hierbei wird das Wasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Die Poren sind dabei so fein, dass sie nur sehr kleine Wassermoleküle hindurchlassen und alle anderen Inhaltsstoffe zurückhalten. Hierzu zählen Verunreinigungen wie Pestizide, Schwermetalle, Mikroorganismen und Viren, aber auch Mineralstoffe wie beispielsweise Eisen. Der Nachteil der Umkehrosmose ist die drastische Herabsenkung des pH-Wertes [2].

Destillation

Ein weiteres Verfahren zur Filtration von Eisen ist die Destillation. Die H₂0-Moleküle verdampfen und zurück bleibt ein relativ reines Konzentrat. Als Nachteil gilt der hohe Energieverbrauch [1].

Nicht optimal um Eisen zu filtern: Aktivkohle

Aktivkohle-Blockfilter gelten als eines der effektivsten Filtersysteme auf dem Markt. Sie funktionieren mit einem feinporigen Aktivkohleelement, das Verunreinigungen und Schadstoffe aus dem Wasser aufnehmen kann. So können beispielsweise Chlor und andere organische Verbindungen aus dem Wasser gefiltert werden, währen der Mineralstoffgehalt im Trinkwasser gleichbleibt. Wenn Sie die Konzentration von Eisen oder Mangan in Ihrem Trinkwasser herabsenken wollen, ist dieses Verfahren jedoch nicht ideal [1].

  1. Alvito (2016): „Das Filtervermögen von Aktivkohle-Blockfiltern“. URL: https://alvito.com/assets/1/1113/FilterVermoegenAktivkohle.pdf (27.02.2017).
  2. Evers, Karl Wolfgang. Wasser als Lebensmittel. Hamburg: Behr’s Verlag, 2009, 1. Auflage.
  3. Lenntech BV (2016): „Eisen (Fe) und Wasser“. URL: http://www.lenntech.de/pse/wasser/eisen/eisen-und-wasser.htm (28.02.2017).
  4. Langemak, Shari (2013): „Wie Nickel, Blei und Eisen ins Trinkwasser kommen“. URL: https://www.welt.de/gesundheit/article119291771/Wie-Nickel-Blei-und-Eisen-ins-Trinkwasser-kommen.html (28.02.2017).
  5. Mulisch, Hans-Martin und Werner Winter. Ressource Trinkwasser. Wissen was wir trinken. München, oekom, 2004, 1. Auflage.
  6. Schmitt, Dieter: Das Wasser Praxisbuch. Wissenswertes über Quell-, Leitungs- und Mineralwasser sowie Umkehrosmose, Belebung, Basenwasser und mehr! 3. Auflage. Reichenberg: Siva-Natara Verlag, 2008.

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