Hauswasseranschluss Schema

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In Deutschland hat jedes Grundstück einen Hauswasseranschluss, der es den Wasserwerken ermöglicht, die genutzte Wassermenge zu errechnen und somit benutzerdefinierte Rechnungen zu erstellen. Daher ist es wichtig, dass jeder Trinkwasseranschluss mit einem Wasserzähler ausgestattet ist. Doch wie ist der Aufbau eines Hauswasseranschlusses? Wer ist für die Installation zuständig?

Nicht alle Hauswasseranschlüsse sind gleich, aber sie sind in der Regel nach einem bestimmten Schema aufgebaut, das nicht nur dafür sorgt, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden, sondern auch definiert, welche Teile in wessen Eigentum gehören, das heißt, wer in welchem Falle die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung trägt.

Was versteht man unter einen Hauswasseranschluss Schema?

Der Hausanschluss beziehungsweise die Hausanschlussleitung ist das Bindeglied zwischen der Versorgungsleitung des Wasserwerks und Ihrem hauseigenen Wassernetz. Das Trinkwasseranschluss Schema ist wie folgt aufgebaut:

Schema Hauswasseranschluss

Die Leitung hat ihren Anfang an der Abzweigstelle der Versorgungsleitung in der Straße und ihren Endpunkt an der Wasserzählanlage in Ihrem Haus. Sowohl die Versorgungsleitung als auch der Wasserzähler sind Eigentum der Versorgungsbetriebe. Die Halte- beziehungsweise Einbauvorrichtungen, die für den Wasserzähler notwendig sind, gelten jedoch als Kundeneigentum und sind daher auch für den Kunden mit Kosten verbunden. Der Zähler muss jederzeit zugänglich sein.

Die Hausanschlussleitung gilt ab der Grundstücksgrenze (Wasser-Hauptabsperreinrichtung) als Kundeneigentum, weshalb Sie alle damit verbundenen Kosten tragen [1]. Falls Sie eine Eigenversorgungsanlage betreiben, beginnt die Trinkwasserinstallation, sobald die Beschaffenheit des Wassers der Trinkwasserverordnung entspricht. Dies ist in der Regel der Fall nach der Wasseraufbereitungsanlage [3].

Details zum Hauswasseranschluss

  • Am Wasserzähler sind in der Regel Probenahmestellen eingebaut, damit das vom Wasserversorger gelieferte Wasser auf seine Qualität geprüft werden kann.
  • Die Absperrarmatur mit Rückflussverhinderer ist ein wichtiges Element des Hausanschlusses, um zu verhindern, dass das Wasser ins Leitungsnetz zurückfließt. Der Rückflussverhinderer ist nach europäischen Richtlinien vorgeschrieben und sollten einmal im Jahr gewartet werden, was jedoch in kaum einem Fall gemacht wird.
  • In einigen Fällen haben Hauswasseranschlüsse einen Filter unmittelbar nach dem Wasserzähler. Dieser soll dem Leitungswasser ungelöste Stoffe entziehen und so die Leitungen im Haus schützen. Die Filtereinsätze müssen regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden, um den hygienischen Vorschriften zu genügen.
  • Es ist wichtig, dass der Wasserzähler spannungsfrei eingebaut wird. Ab einem Ruhedruck von 5bar ist ein Druckminderer unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage bzw. der Hauptabsperrung einzubauen.
  • Das Schema eines Hauswasseranschlusses ist gemäß AVB-Wasser (Allgemeine Bedingungen für die Wasserversorgung von Tarifkunden) und den DIN 18012 streng geregelt, weshalb es keine großen Unterschiede beim Aufbau gibt [5].

Leitungswasser als Trinkwasser

In Deutschland ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann daher als Trinkwasser genutzt werden. Durch eine strenge Trinkwasserverordnung wird hierzulande die Konzentration vieler Inhaltsstoffe in unserem Leitungswasser überprüft.

Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass der Großteil des Wassers, das aus unseren Leitungen kommt, als Brauchwasser und nicht als Trinkwasser genutzt wird und die Grenzwerte beziehungsweise Kontrollen dementsprechend angepasst sind. Des Weiteren sollte jedem bewusst sein, das die Einhaltung von Grenzwerten nicht bedeutet, dass keine schädlichen Inhaltsstoffe mehr im Wasser vorkommen. Für einige Stoffe gibt es noch nicht sehr lange Grenzwerte beziehungsweise bis heute keine Grenzwerte (z.B. Arzneimittelrückstände) und regelmäßige Kontrollen [4]. Daher können Wasserfilter direkt an der Entnahmestelle (z.B. in der Küche) eine sinnvolle Lösung sein.

Hinzu kommt der Aspekt, dass die Wasserversorger zwar die Qualität des Wassers bis zum Hauszähler garantieren, doch auch im hauseigenen Wassernetz lauern Gefahren bezüglich einer Kontaminierung des Wassers. Besonders Bewohner von Häusern mit alten und eventuell rostigen Leitungen oder toten Strängen sind gefährdet, verunreinigtes und mit Keimen belastetes Wasser zu trinken, was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken kann. Einige Häuser besitzen immer noch Bleileitungen, die das Schwermetall an das Wasser abgeben können [2].

  1. Berliner Wasserbetriebe (2007): „Hausanschlüsse – Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung“. URL: http://www.bwb.de/content/language1/downloads/hausanschluss_2011.pdf (06.03.2017)
  2. Carbonit (2007): „Antworten zu Carbonit Trinkwasserfiltern“. URL: https://alvito.com/assets/1/69/Alvito_Carbonit_FAQ.pdf (06.03.2017)
  3. Geberit (2015): „Trinkwasserinstallation“. URL: http://media4.heinze.de/media/62052/pdf/16797083px595x842.pdf (06.03.2017)
  4. Zentrum für Gesundheit (2016): “Trinkwasser”. URL: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/trinkwasser.html (06.03.2017)
  5. Bosy-online (n.d.): „Trinkwasser-Hausanschluss“. URL: http://www.bosy-online.de/Hauswasseranschluss.htm (16.03.2017)

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"Wasserhelden.Net" - Redaktion

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