Ist Wasser in Plastikflaschen ungesund?

Final Check offen

In Deutschland existieren mehr als 500 verschiedene Mineralwassermarken, die häufig in Plastik- und PET-Flaschen in den Regalen der Supermärkte landen. Jedoch stehen Plastikflaschen im Verdacht, Schadstoffe wie Weichmacher, hormonähnliche Substanzen und Ähnliches an das Getränk abzugeben. Der Folgende Artikel soll klären, ob Plastikflaschen als ungesund gelten dürfen und welche Alternative Sie als Verbraucher haben.

Die Geschichte der Plastikflasche

Kunststoffflaschen waren das erste Mal 1947 im Handel zu erwerben, jedoch zu dieser Zeit noch kaum erschwinglich, da sie sehr teuer waren. Den Durchbruch schaffte die Flasche in den 60er Jahren, als Polyethylen eingeführt wurde. Schnell wurde die Plastikflasche beliebt, da sie gegenüber der Glasflasche über einige offensichtliche Vorteile verfügt. Sie ist vom Gewicht her sehr leicht und ist zudem nicht so zerbrechlich wie Glas. Somit etablierte sich die Plastikflasche immer mehr. Lediglich Wein und Bier werden immer noch zum Großteil in Glasflaschen angeboten [1].

Woraus bestehen Plastikflaschen und welche Schadstoffe finden sich in Plastik?

Seit der ersten Nutzung von Polyethylen zu Beginn der 60er Jahre fand die Plastikflasche einen enormen Durchbruch. Da sie sehr viel seltener zerbricht als beispielsweise Glas und im Vergleich zudem deutlich leichter ist, werden heute zahlreiche Getränke in dünnwandigen Plastikflaschen oder robusteren PET-Flaschen angeboten. Mit dem Begriff PET wird der Kunststoff Polyethylenterephtalat beschrieben, der in den meisten Flaschen verwendet wird. [5] Da sie in der Vergangenheit mit Epoxidharzen beschichtet wurden – ein Mittel, das wiederum aus BPA hergestellt wird – galten sie immer wieder als ungesund. Mittlerweile werden zahlreiche Plastikflaschen auf den Markt gebracht, die als Bisphenol A frei deklariert werden. [2]

Schadstoffe in Plastikflaschen

Besonders das BPA oder auch Bisphenol A, welches zur Herstellung des Polycarbonats benötigt wird, steht immer wieder im Verdacht, hormonähnliche Stoffe ins Wasser abzugeben und langfristig krebserregend zu sein. Die Frankfurter Universität hat diesbezüglich einen Test an Schnecken durchgeführt. Sie lies die Kriechtiere sowohl in Glas als auch in PET-Flaschen leben. Nach einigen Wochen hatten die Schnecken in den Plastikflaschen eine wesentlich höhere Rate an Nachkommenschaft. [3] Dies lässt auf ein erhöhtes Hormonvorkommen in Form von Östrogenen schließen. Als Alternative für diese Kunststoffe bietet sich das relativ neue Ersatzmaterial Tritan an, dieser ist frei von Weichmachern oder Bisphenol A [4].

Weitere Bedenken, die gegen den Einsatz von Plastikflaschen sprechen, sind die sogenannten Antimonverbindungen. Bei der Herstellung von PET-Flaschen werden diese als Katalysator eingesetzt und haben auf den Menschen eine östrogenartige Wirkung. Obwohl die Konzentration unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes lag, konnte in Studien nachgewiesen werden, dass die PET-Flaschen diese Stoffe in das Wasser abgeben können. [5]

Häufig kann auch ein etwas eigenartiger Geschmack im Wasser auftreten, dass in PET Flaschen auftreten. Dieser wird durch Acetaldehyd herbeigeführt. Dieser Stoff kommt natürlicherweise eigentlich in Früchten vor, ist gesundheitlich gesehen unbedenklich, sorgt jedoch für ein negatives Geschmackserlebnis [6].

Sind PET-Flaschen schädlich für den Menschen?

Auch wenn die Plastikflaschen insbesondere in Sachen Gewicht einige Vorteile mit sich bringen, ist es nur bedingt empfehlenswert, Wasser aus Plastikflaschen zu nutzen. Wenngleich der Gesetzgeber vorsieht, dass – ähnlich der Trinkwasserverordnung – das Mineralwasser hinsichtlich verschiedener Stoffe überprüft wird, so ist dies nicht gleichbedeutend mit vollkommen reinem Wasser.

Grenzwerte, die zugunsten der Lebensmittelsicherheit eingehalten werden müssen, bedeuten nicht, dass gewisse Stoffe gar nicht vorhanden sind. Sollten Sie in Bezug auf BPA oder Grund Bedenken haben, dann bietet es sich an, Flaschen aus Glas zu verwenden.

Weitaus sinnvoller ist es jedoch, das Wasser aus der eigenen Leitung aufzubereiten und somit zu einem gut kontrollierten und hochwertigen Lebensmittel zu machen. Neben den strengen Kontrollen nach Trinkwasserverordnung sorgen Sie mit verschiedenen Einbaufiltern wie Aktivkohle-Blocksystem oder einer Umkehrosmoseanlage für optimal sauberes Trinkwasser, das zudem auch frei von hormonähnlichen Stoffen, polaren Pestiziden oder Schwermetallen ist. Zumindest in Tests haben aufbereitete Trinkwasser besser abgeschnitten, als Wasser aus Plastikflaschen. [7]

Fazit

Wie in Tests deutlich geworden ist, kann Mineralwasser aus Plastikflaschen unterschiedliche Stoffe enthalten, die langfristig auf den menschlichen Körper schädlich wirken. Neben hormonähnlichen Stoffen und Weichmachern wurde auch herausgefunden, dass Sie Wasserflaschen aus Plastik nicht in der Sonne stehen lassen sollten, da auf diese Weise Acetaldehyd ins Wasser gelangt, was den Geschmack verändert. Empfehlenswert ist jedoch für Ihre Gesundheit, Leitungswasser zu verwenden. Nicht nur das Tragen der Flaschen entfällt und erleichtert so Ihren Alltag, auch die Qualität kann durch einfache Filterverfahren bequem zu Hause optimiert werden.

  1. Leistentag (2014): „Plastikflasche“. URL: http://leistentag.com/article/plastikflasche
    (24.10.2016)
  2. Der Spiegel (k.A.): Umwelthormone im Mineralwasser. URL: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/plastikflaschen-und-pestizide-welches-wasser-ist-gesund-a-983383.html (03.03.2017)
  3. Bundesinstitut für Risikoforschung (2015): Hormonell wirkende Substanzen in Mineralwasser aus PET-Flaschen. URL: http://www.bfr.bund.de/cm/343/hormonell_wirkende_substanzen_in_mineralwasser_aus_pet_flaschen.pdf (03.03.2017)
  4. Alvito (2015): Flaschen aus Tritan. URL: https://alvito.com/assets/1/754/Tritan_Flaschen_V1_15_klein.pdf (03.03.2017)
  5. Bundesinstitut für Risikoforschung (2015): Ausgewählte Fragen und Antworten zu PET-Flaschen. URL: http://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_pet_flaschen-10007.html (03.03.2017)
  6. Unbekannt (k. A.): „Wie gefährlich sind PET Flaschen?“. URL: http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/pet-flaschen-wie-gefaehrlich-sind-plastikflaschen_aid_11235.html (24.10.2016)
  7. Paracelsus Magazin (k.A.): Mineralwasser schlechter als Leitungswasser. URL: http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/19-heft-041998/564-trinkwasser-als-ursache-chronischer-vergiftungen.html (03.03.2017)

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